CDU Stadtverband Walldorf

Bevölkerungsschutz aus nächster Nähe

Was wir beim Walldorfer Informationstag zum Bevölkerungsschutz erlebt und aus vielen Gesprächen mitgenommen haben

Am Donnerstag, den 24. September wollten wir uns den Walldorfer Informationstag „Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge“ einmal selbst anschauen: Was gibt es in Walldorf eigentlich schon? Wie sehen die Vorbereitungen aus? Und mit welchen Menschen hat man es zu tun, wenn es um Bevölkerungsschutz geht?

So machten sich Katrin Siebold, Alexander Pasko und Dr. Clemens Kriesel auf den Weg durch die Innenstadt. Unser erster Halt war der geplante zentrale Notfalltreffpunkt in der evangelischen Kirche.

Katrin Siebold, Dr. Clemens Kriesel, Christiane Staab (MdL), Alexander Pasko vor dem Feuerwehrabrollcontainer Katrin Siebold, Dr. Clemens Kriesel, Christiane Staab (MdL), Alexander Pasko vor dem Feuerwehrabrollcontainer "Unwetter" am Bevölkerungsschutz-Informationstag | Foto: Im Auftrag der CDU

Herr Liebscher erklärte uns dort sehr anschaulich, wie ein solcher Treffpunkt im Krisenfall funktionieren soll und welche Bedeutung er beispielsweise bei einem länger andauernden Stromausfall haben kann. Wir nahmen die neuen Informationsbroschüren der Stadt zu Notfalltreffpunkten, Starkregenschutz und Stromausfällen gleich mit.

In der ev. Kirche erklärt Herr Liebscher Katrin Siebold, Dr. Clemens Kriesel und Alexander Pasko den Notfalltreffpunkt
In der ev. Kirche erklärt Herr Liebscher Katrin Siebold, Dr. Clemens Kriesel und Alexander Pasko den Notfalltreffpunkt

Von dort ging es weiter durch die Hauptstraße. An den Ständen von THW und DLRG konnten wir uns ebenso informieren wie bei den weiteren Organisationen, die sich an der Blaulichtmeile präsentierten. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Aufgaben sind – und gleichzeitig, wie viele Organisationen im Ernstfall zusammenarbeiten müssen.

Besonders ausführlich konnten wir uns bei der Feuerwehr umsehen. Christiane Staab (MdL) zeigte uns in ihrer Funktion als Feuerwehrfrau den Unwetter-Abrollcontainer der Feuerwehr Walldorf. Pumpen, Kettensägen, Notstromaggregate und Schutzausrüstung sind dort für größere Einsatzlagen vorbereitet. Wenn man die Ausrüstung einmal direkt vor sich sieht und erklärt bekommt, wofür sie gebraucht wird, wird sehr viel konkreter, was „Unwettervorsorge“ eigentlich bedeutet.

Dabei ging es nicht nur um Technik. Wir kamen mit verschiedenen Menschen ins Gespräch und es wurden auch gleich politische Wünsche von den Ehrenamtlichen an uns gerichtet. Insbesondere wurde gewünscht, dass der medizinische Bevölkerungsschutz mehr ins politische Bewusstsein gerückt wird. Also die Frage, wie im Krisenfall die Versorgung mit wichtigen Medikamenten sichergestellt werden kann. Dafür müssen ausreichend Bestände vorgehalten und auch verteilt gelagert werden und ein Konzept für die Notfallverteilung existieren.

Und dann gab es noch eine Begegnung, die uns auf eine ganz andere Weise gefreut hat. Ein Bürger sprach uns spontan als CDU-Mitglieder an. Er machte uns Mut und betonte, wie wichtig auch die politische Arbeit vor Ort sei. Das war für uns eine schöne Rückmeldung – gerade weil man politische Arbeit im Alltag oft weniger unmittelbar wahrnimmt als beispielsweise einen Feuerwehreinsatz.

Wir haben an diesem Vormittag deshalb mehr mitgenommen als nur einige neue Broschüren und Informationen. Vor allem haben wir viele Menschen getroffen, die sich mit ganz unterschiedlichen Aufgaben für den Bevölkerungsschutz einsetzen. Und wir haben wieder einmal gemerkt, dass Resilienz nicht irgendwo abstrakt entsteht. Sie entsteht vor Ort: durch vorbereitete Strukturen, gute Ausrüstung, engagierte Menschen, gegenseitige Unterstützung – und auch durch politische Arbeit, die dafür die notwendigen Rahmenbedingungen schafft.

Genau deshalb hat sich für uns der Besuch gelohnt. Bevölkerungsschutz ist ein Thema, über das man nicht erst sprechen sollte, wenn der Ernstfall eingetreten ist. Unser besonderer Dank gilt allen Ehrenamtlichen der Blaulichtfamilie, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Kraft für die Sicherheit der Menschen in Walldorf einsetzen.