CDU Stadtverband Walldorf

Zukunftsorientierte Bildung

Bildungsdialog mit Bundesministerin Prien

Am 5. Februar 2026 nahmen Dr. Clemens Kriesel und der Arbeitskreis Digitalisierung der CDU Rhein-Neckar am Bildungsdialog mit der Bundesministerin für Bildung und Familie, Karin Prien, teil. Eingeladen hatte Dr. Bastian Schneider, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Weinheim, der Karin Prien aus dem CDU-Bundesvorstand gut kennt. Ziel des Abends war ein offener Austausch über aktuelle Herausforderungen und Impulse der Bildungspolitik sowie die Möglichkeiten einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.

Arbeitskreis Digitalisierung der CDU Rhein-Neckar mit Karin Prien: Levin Starick, Dr. Clemens Kriesel, Karin Prien, Dr. Jens Keienburg, Karin Beate PhillipsArbeitskreis Digitalisierung der CDU Rhein-Neckar mit Karin Prien: Levin Starick, Dr. Clemens Kriesel, Karin Prien, Dr. Jens Keienburg, Karin Beate Phillips

Karin Prien betonte, wie wichtig es ist, dass die künftige Landesregierung Baden-Württembergs eng mit dem Bund zusammenarbeitet, um die Bildungspolitik effizient umzusetzen. Sie gab einen umfassenden Überblick über laufende Initiativen, Förderprogramme des Bundes und die strategische Ausrichtung, die eine zielgerichtete Nutzung von Mitteln auf Landesebene ermöglicht. Besonders hervorgehoben wurden die Themen Sprachförderung, einheitliche Standards für Schulen, die Unterstützung von Sonder- und Förderschulen durch Best-Practice-Beispiele sowie die Einführung einheitlicher Tests. Diese Tests dienen nicht dazu, Rankings zu erstellen, sondern sollen aufzeigen, wie gut Schülerinnen und Schüler in bestimmten Bereichen sind. Kinder lernen dadurch, dass es normal ist, in manchen Fächern mehr Anstrengung zu benötigen, während andere leichter gelingen. Für die Schulen sind Tests zudem wichtig, um die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu anderen Schulen, Bundesländern und auch international einzuschätzen.

Für uns vom Arbeitskreis Digitalisierung standen vor allem digitale Bildung, KI-Kompetenz und der Einsatz von Technologien an Schulen im Mittelpunkt. Die Ministerin sprach über die Chancen und Risiken digitaler Medien: Kinder in den frühen Lebensjahren sollten möglichst wenig mit Endgeräten in Berührung kommen, um soziale Kompetenzen und Mensch-zu-Mensch-Kommunikation zu fördern. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler gezielt auf den Umgang mit digitalen Tools und KI vorbereitet werden. Auch Lehrkräfte können digitale Helfer wie KI-Systeme sinnvoll einsetzen, etwa zur Unterstützung bei Hausaufgaben oder bei der Aufgabenbewertung – stets begleitet von sicheren und pädagogisch fundierten Konzepten.

Für die konkrete Umsetzung der Maßnahmen verwies Karin Prien auf die vom Bund eingesetzte Expertenkommission, die bis Sommer 2026 die wichtigsten Handlungsempfehlungen zur digitalen Bildung ausarbeiten wird siehe Meldung des Bundesministeriums. Damit sollen Schulen, Lehrkräfte und die Bildungspolitik optimal unterstützt werden, um den digitalen Wandel verantwortungsvoll zu gestalten.

Insgesamt bot der Abend einen sehr konstruktiven, sachlichen und informativen Austausch, der sowohl die Chancen der Digitalisierung in der Bildung aufzeigte als auch deutlich machte, welche sorgfältige Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Schulen notwendig ist, um die Bildungspolitik zukunftsorientiert und effektiv zu gestalten.