Sozialbericht 2025
Der vorliegende Sozialbericht 2025 macht uns deutlich, welch vielfältigen sozialen Angebote und Unterstützungsangebote wir in unserer Stadt haben. Er zeigt, dass sich die sozialen Herausforderungen ständig verändern und in einzelnen Bereichen zunehmen. Der Bericht ist damit nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern auch ein wichtiger Hinweis darauf, wo wir gut aufgestellt sind und an welchen Stellen wir weiterhin aufmerksam handeln müssen.
Da der Bericht sehr umfassend und ausführlich ist möchte ich in meiner altbewährter Form nur auf ein paar einzelne Punkte ohne Wertigkeit durch ihre Reihenfolge eingehen.
Stellungnahme der Fraktion von Katrin Siebold - Bild vom Eingangsbereich des "Haus am Kreisel" und ein Portrait von Katrin Siebold | Bildnachweis: Foto: Dr. Clemens Kriesel, Portrait: Matthias BussePositiv hervorzuheben ist zunächst die Besetzung der Stelle der stellvertretenden Leitung Soziale Hilfen. Diese personelle Verstärkung ist wunderbar. Gerade im Bereich der Unterbringung und der weiterführenden sozialen Begleitung braucht es verlässliche Strukturen und eine kontinuierliche Betreuung. Dass hier eine Stärkung erfolgt ist, ist ausdrücklich zu begrüßen. Frau Weber-Ceesay hat sich wunderbar in das bestehende Team eingefügt.
Leider wurden die Beiträge des Rhein-Neckar-Kreises für Kindertagespflege um rund 60 Prozent erhöht. Eine so deutliche Steigerung bedeutet für viele Familien eine erhebliche zusätzliche Belastung. Gerade vor dem Hintergrund, dass eine verlässliche Kinderbetreuung eine zentrale Voraussetzung für Familienfreundlichkeit, Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist, hoffen wir das nicht weitere Beitragserhöhungen in diesem Bereich folgen.
Erfreulich ist die weiterhin sehr positive Entwicklung der Anmeldezahlen des Angebots „Urlaub ohne Koffer“. Die steigenden Anmeldezahlen zeigen, dass dieses Angebot für viele Menschen in unserer Stadt von großer Bedeutung ist. Es ermöglicht Teilhabe, schafft Begegnung und bietet Abwechslung und Betreuung für Kinder, deren Eltern auf solche wohnortnahen Unterstützungs- und Freizeitangebote angewiesen sind. Der anhaltende Zuspruch ist ein klares Zeichen dafür, dass dieses Angebot einen wichtigen Bedarf abdeckt, aber auch immer ein tolles Programm bietet mit liebevoller Betreuung.
Auch der Bereich des Sozialtickets bleibt ein wichtiges Element sozialer Teilhabe. Zwar ist die Zahl der Anträge leicht zurückgegangen, dennoch wird das Angebot aktuell von 106 Personen genutzt. Dies macht deutlich, dass das Sozialticket weiterhin für viele Menschen eine unverzichtbare Unterstützung darstellt.
Mit der neuen Leitung in unserem Familienzentrum kommt frischer Wind und Schwung ins Haus. Marion Pflästerer ist eine wirkliche Bereicherung mit tollen Ideen und dem Herz am rechten Fleck, um diese wichtige Einrichtung wunderbar zu führen.
Unsere Plattform hat seit Ende 2025 wieder vollumfänglich geöffnet. Durch eine erfolgreiche Stellenbesetzung ist das Team nun wieder vollständig. Dass die Plattform nun wieder ohne Einschränkungen zur Verfügung steht, ist für die Nutzerinnen und Nutzer ebenso bedeutsam wie für die soziale Infrastruktur unserer Stadt.
Gleichzeitig führt uns der Bericht aber auch deutlich vor Augen, dass die Belastungen in der Schuldnerberatung spürbar zunehmen. Die steigende Nachfrage und die aktuellen Wartezeiten von 8 bis 12 Wochen zeigen, dass in diesem Bereich ein wachsender Unterstützungsbedarf besteht. Gerade bei finanziellen und existenziellen Problemen ist eine rasche Hilfe oftmals entscheidend. Lange Wartezeiten können dazu führen, dass sich die Situation der Betroffenen weiter verschärft.
Die Integra, der Walldorfer Mittagstisch, die IAV Stelle mit Frau Münch, die Tafel, die Kleiderstube und das Begegnungshaus, unsere Schulsozialarbeit, Plus eV. und viele, viele mehr. Die Liste mit Angeboten ist lang und vielfältig. Jedes trägt zum Gleichgewicht bei.
Im Ganzen betrachtet zeichnet der Sozialbericht 2025 ein differenziertes Bild. Er zeigt auf der einen Seite leistungsfähige und geschätzte Angebote, verlässliche Strukturen und positive Entwicklungen. Auf der anderen Seite verweist er aber auch auf wachsende soziale Belastungen und auf Bereiche, in denen Handlungsbedarf erkennbar wird. Es ist somit wichtig, die soziale Infrastruktur in Walldorf weiterhin zu sichern, bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und personell wie organisatorisch so auszustatten, dass sie auch künftig den Herausforderungen gerecht werden kann.
Der Sozialbericht ist damit eine wertvolle Grundlage für unsere weiteren politischen Beratungen und Entscheidungen. Er erinnert uns daran, dass soziale Politik immer auch eine Frage der Verlässlichkeit, der Teilhabe und des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist.
Die CDU Fraktion bedankt sich ganz herzlich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Unterstützern, die durch ihre tägliche Arbeit und Engagement zum sozialen Miteinander in unserem schönen Walldorf beitragen. Jeder Einzelne ist wichtig. Danke schön dafür und natürlich ebenso ein Dank an Marco Schirmacher fürs erstellen des Berichts. Die CDU Fraktion nimmt den Bericht hiermit wohlwollend zur Kenntnis.
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