CDU Stadtverband Walldorf

Walldorf Resilient: Informationstag zum Katastrophenschutz

Beim Informationstag wurde sichtbar, wie viele Bausteine im Bevölkerungsschutz ineinandergreifen

Was passiert, wenn der Strom länger ausfällt, ein schweres Unwetter aufzieht oder eine andere Krisensituation eintritt? Am Informationstag „Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge“ zeigte die Stadt Walldorf, welche Vorkehrungen getroffen werden und was jeder Einzelne selbst beitragen kann.
Beim Informationstag wurde insbesondere der Notfalltreffpunkt in der evangelischen Kirche vorgestellt...

Der Abrollcontainer der Feuerwehr wird von Christiane Staab am Informationstag zum Bevölkerungsschutz vorgestellt | Foto: KrieselDer Abrollcontainer der Feuerwehr wird von Christiane Staab am Informationstag zum Bevölkerungsschutz vorgestellt | Foto: Kriesel

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie Kindergartenkinder erfuhren dort altersgerecht, wie im Krisenfall Hilfe angeboten oder angefordert werden kann, wie Notrufe abgesetzt werden, wo aktuelle Lageinformationen erhältlich sind und welche Beleuchtung zur Verfügung steht. Auch die neue Broschüre erläutert die Aufgaben des Notfalltreffpunkts: Er bietet Orientierung, Erste Hilfe und medizinische Unterstützung und ermöglicht die Stromversorgung lebenswichtiger Geräte. Er ist jedoch weder für eine dauerhafte Unterbringung noch für eine Vollversorgung oder Essensausgabe vorgesehen und ersetzt weder ein Krankenhaus noch eine Pflegeeinrichtung.

Und nicht nur zu den Notfalltreffpunkten hat die Stadt Walldorf neue Broschüren, sondern auch zu den Themen Stromausfall zum Schutz vor Starkregen. Die bekannten Broschüren zur Krisenvorsorge vom BBK gab es auch. Sie geben konkrete Hinweise zur persönlichen Vorbereitung und zum richtigen Verhalten im Ernstfall.

In der Hauptstraße wurde deutlich, wie viele Organisationen gemeinsam zum Bevölkerungsschutz beitragen. Feuerwehr, THW, DRK und DLRG  und Feuerwehr präsentierten Fahrzeuge, Ausstattung und ihre unterschiedlichen Aufgaben. Für die Besucher wurde so sichtbar, was im Alltag oft im Hintergrund geschieht: Bevölkerungsschutz ist ein Zusammenspiel verschiedener Organisationen und vieler engagierter Menschen.

DLRG und THW am Bevölkerungsschutztag | Foto: Kriesel
DLRG und THW informieren altersgerecht und zeigen ihre Ausstattung und Fähigkeiten am Bevölkerungsschutztag in Walldorf | Foto: Kriesel

Solche Ausstattung muss nicht erst im Ernstfall organisiert werden. Sie muss vorhanden, gewartet und einsatzbereit sein. Gleichzeitig braucht es Menschen, die mit dem Material umgehen können und bereit sind, sich auch unter schwierigen Bedingungen für andere einzusetzen.

Besonders wichtig war auch, dass Schulklassen und Kindergärten eingeladen waren. So konnten Kinder und Jugendliche das Thema Bevölkerungsschutz frühzeitig kennenlernen – nicht abstrakt, sondern ganz praktisch und anschaulich. Im besten Fall nehmen sie diese Eindrücke mit nach Hause und sprechen auch in ihren Familien darüber, was Vorsorge bedeutet und warum sie uns alle betrifft.

Der Informationstag hat damit viele Aspekte zusammengebracht: vorbereitete Strukturen, funktionierende Einsatzorganisationen, technische Ausstattung, engagierte Haupt- und Ehrenamtliche – und eine Bevölkerung, die weiß, wie sie sich selbst vorbereiten und im Ernstfall helfen kann.

Resilienz entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme. Sie entsteht aus vielen Bausteinen, die ineinandergreifen. Der Informationstag hat diese Bausteine in Walldorf ganz praktisch sichtbar und erlebbar gemacht. Möglich wurde das auch durch das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, das an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich hervorgehoben und gewürdigt werden soll.