CDU Stadtverband Walldorf

Walldorf im Klimawandel

was uns erwartet und wie wir gut vorbereitet sind?

Ein informativer Abend mit wertvollen Anregungen für unsere gemeinsame Zukunft.

Dass sich unser Klima verändert, wissen wir alle. Die Folgen sind zunehmend spürbar - auch bei uns in Walldorf. Doch was bedeutet das für unsere Gesundheit unsere Natur und unseren Alltag? Diesen wichtigen Fragen widmete sich, die gut besuchte Informations-veranstaltung in der Astoriahalle.

Roter Bruch | Foto: BaldesRoter Bruch | Foto: Baldes

Nach der Begrüßung durch Herrn Bernd Gröner, Mitglied des Stadtmarketings, Walldorf, begann Herr Prof. Sven Schneider von der Med. Fakultät Mannheim der Uniklinik Heidelberg, mit seinem eindrucksvollen Vortrag. Anhand von sehr anschaulichen Beispielen, zeigte er auf, welche gesundheitlichen Risiken durch steigende Temperaturen entstehen. Gerade unsere Region im Oberrheingraben ist hiervon besonders betroffen. Zunehmende Hitzewellen, Extremwetterereignisse, Allergien, die Ausbreitung der asiatischen Tigermücke und besonders die Invasion der Ameisenart Tapinoma Magnum stellen uns vor neuen Herausforderungen. Besonders ältere Menschen und Kinder benötigen unseren Schutz. 

Walldorf hat schon reagiert: bei der letzten Hitzewelle wurden bereits verschiedene Maßnahmen in den Kindergärten und Pflegeheimen getroffen, um die Hitze erträglicher zu gestalten. Die Anschaffung von mobilen Klimageräten, das Lüften in den kühleren Morgen-stunden und die Verlegung der Aktivitäten in die kühleren Räume ins Untergeschoss haben eine doch recht schnelle Erleichterung bewirkt. Das reicht natürlich nicht aus und weitere Maßnahmen sind notwendig, darüber sind wir uns im Klaren.

Die Tapinoma Magnum wird bereits durch Mitarbeiter des Bauhofes und in Zukunft durch einen eigens dafür abgestellten
Mitarbeiter bekämpft. 

Im Anschluss zeigte der Klimaanpassungsmanager der Stadt Walldorf, Herr Benedikt Seelbach, dass bereits kleine Veränderungen viel bewirken können. Naturnahe Gärten mit heimischen Pflanzen, begrünte Dächer und Fassaden sowie die Speicherung und Versickerung von Regenwasser helfen, unser unmittelbares Umfeld widerstandsfähiger zu machen – stabile Ökosysteme durch Vielfalt. Auch für diese Maßnahmen gibt es bereits Fördermöglichkeiten. 

Der dritte Referent Dr. Rainer Klemm vom NABU Sandhausen/Walldorf richtete den Blick auf unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt. Am Beispiel, der bei uns beheimateten Zauneidechse, die zunehmend von der mittelitalienischen Mauereidechse verdrängt wird,
machte er deutlich, wie schnell sich unsere Natur verändert. Der NABU versucht mit Errichtung von kleinen Biotopen und Vernässung von Bodenfurchen den bedrohten Tieren zu helfen. Auch hier ist die Stadt Walldorf mit der Bereitstellung ihrer großen Tankwagen bereits unterstützend tätig. 

Von Herrn Dr. Klemm kam auch der Vorschlag den „Roter Bruch“, eine ehemalige Moorlandschaft am Walldorfer Kreuz, wieder zu vernässen. Windräder am nördlichen Rand würden allerdings diese Idee vermutlich nachhaltig behindern. 

Die drei abwechslungsreichen Vorträge boten viele interessante Einblicke und praktische Anregungen. 

Zum Abschluss konnten die Besucherinnen und Besucher Informationsmaterial, aber auch die ermutigende Botschaft mit nach Hause nehmen: Wir sind den Veränderungen nicht hilflos ausgeliefert! Jeder von uns kann etwas beitragen, mit kleinen Schritten, gemeinsam und mit Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder.
Vielen Dank den Referenten und dem Stadtmarketing Walldorf für diese interessante Veranstaltung.

Petra Marx, CDU-Fraktion