Zur Presseerklärung des Landesverkehrsministeriums vom 2. März über eine Gesprächsrunde vom Vortag in Stuttgart zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, an der unsere Bürgermeisterin Christiane Staab für die Stadt Walldorf teilgenommen hat (vgl. RNZ vom 05.03.2018), erklärte der Vorsitzende der CDU Walldorf, Michael Reuter:
v.l.n.r: Dr. Stephan Harbarth MdB, Michael Reuter Vorsitzender und Bürgermeisterin Christiane Staab"Dass in Stuttgart das drohende Walldorfer Verkehrschaos jetzt in den Blickpunkt genommen wird, war seit langem überfällig. Die regionale Wirtschaft hat schon seit Jahren im Zusammenwirken mit unserer Walldorfer Bürgermeisterin Christiane Staab und dem Landtagsabgeordneten Karl Klein Forderungen an eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur rund um Walldorf erhoben. Diese gemeinsame Beharrlichkeit und die mit dem aktuellen Ausbau der SAP und den vielen neuen Arbeitsplätzen einhergehende gestiegene Brisanz eines Verkehrskollaps haben in Stuttgart wohl zu einem Umdenken geführt. Der Ausbau der L 723 hat nunmehr Priorität. Das wird von der CDU Walldorf einhellig begrüßt.
Auch die CDU Walldorf hat sich dieses Themas bereits im Sommer 2015 angenommen. Ihren Anstoß erhielt der seitdem andauernde Einsatz der CDU Walldorf auf der Bürgerversammlung der Stadt Walldorf vom 23. April 2015. Damals wurde u.a. durch das Regierungspräsidium Karlsruhe der Umbau des Walldorfer Kreuzes im Jahr 2020 vorgestellt. Eine Erweiterung der L 723 von Walldorf bis Rauenberg war in diesem Zusammenhang weder Teil der Planung, noch mittelfristig vorgesehen.
Die ständigen Staus auf der L 723 von Rauenberg nach Walldorf und auch in entgegengesetzter Richtung sind insbesondere Folge der Überlastung der L 723. Es ist daher zwingend notwendig, die Leistungsfähigkeit dieser Landesstraße zu verbessern. Für den überregional wichtigen Wirtschaftsstandort Walldorf bedeutet eine sinnvolle Verkehrspolitik insbesondere auch Wirtschaftspolitik. Die gute Erreichbarkeit unserer Unternehmensstandorte in Walldorf ist ein wichtiger Faktor für deren unternehmerische Arbeit. Ihr Einsatz in unserem Wirtschaftsstandort und ihr Erfolg hängen auch davon ab, dass ihre Kunden und Mitarbeiter die hier ansässigen Unternehmen verkehrssicher und in angemessener Zeit erreichen. Ein Weltunternehmen wie SAP sichert in unserer gesamten Region und auch darüber hinaus nicht nur Arbeitsplätze, sondern mit ihrem Gewerbesteueraufkommen auch den Wohlstand unserer Städte und Gemeinden, an dem alle Bürgerinnen und Bürger teilhaben. Der Löwenanteil dieser Gewerbesteuer fließt dem Kreis, dem Land und dem Bund zu. Deshalb ist das Land auch in der Pflicht, von den hunderten Millionen an Steuerzahlungen einen Teil in den herausragend wichtigen Standort Walldorf zu investieren.
Die CDU Stadtverband Walldorf forderte bereits auf ihrer Mitgliederversammlung vom 29. Mai 2015 die Landesregierung Baden-Württembergs auf, die L 723 zwischen Walldorf und Rauenberg vierspurig auszubauen, hierzu die Planung umgehend zu beginnen und noch vor dem Umbau des Autobahnkreuzes BAB5/6 (sog. Walldorfer Kreuz) umzusetzen.
Am 29. Oktober 2015 hat die CDU Walldorf ihre "Walldorfer Gespräche" in einer Podiumsdiskussion zu dem Thema „Nichts geht mehr – Verkehrsinfarkt rund um Walldorf ?!“ fortgesetzt. Unter Moderation unseres Vorstandsmitglieds Andreas Staab diskutierten Bürgerinnen und Bürger im Foyer der Astoria-Halle mit unserer Walldorfer Bürgermeisterin Christiane Staab, dem Wieslocher Bürgermeister Ludwig Sauer, dem kaufmännischen Leiter der SAP, Peter Rasper und dem Landtagsabgeordneten Karl Klein.
Seitdem hat die CDU Walldorf immer wieder die wachsende Brisanz angemahnt.
So auch auf ihrer Mitgliederversammlung im Frühsommer vergangenes Jahr und zuletzt auf unserem diesjährigen Neujahrscafé im katholischen Gemeindezentrum im Januar.
Wir hoffen sehr, dass der jetzt begonnene Schwung an Fahrt aufnimmt und noch vor dem Ausbau des Autobahnkreuzes in konkrete Baumaßnahmen mündet."