CDU Stadtverband Walldorf

Fahrplan für kommende Instandsetzungsmaßnahmen

Neues aus der Fraktion

​Im Gemeinderat wurde über die kommunalen Wohnimmobilien der Stadt Walldorf diskutiert. Es wurden die gesamten Gebäude detailliert erfasst (Immobilienportfolio), um zukünftig noch wirkungsvoller anstehende Sanierungs- oder Renovierungsmaßnahmen vornehmen zu können. Für die CDU Fraktion nahm Stadtrat Mathias Pütz Stellung:
Stadtrat Mathias PützStadtrat Mathias Pütz
"Mit der Gründung unseres Eigenbetriebes Wohnungswirtschaft hat  die Stadt Walldorf einen entscheidenden Schritt zur zeitgemäßen und professionellen Unterhaltung bzw. Entwicklung der kommunalen Wohnimmobilien getan. In erster Linie kommt dies natürlich den Mietern und Mietinteressenten zu Gute. Ein wichtiges Argument für die mit dieser Gründung verbundene Kompetenzzusammenführung war aber auch die Erfassung, Kategorisierung und Bewertung von Investitions- und Sanierungsbedarf im Rahmen von konzeptionellem Vorgehen."
 
"Nun ist der Eigenbetrieb bereits drei Jahre tätig. Auf der Habenseite können wir neben deutlich verringerten  Leerständen auch erfolgreiche Sanierungen wie im Sambugaweg und die Erweiterung des Bestandes in der Bürgermeister-Willinger-Straße verbuchen. Andererseits ist auch wahrnehmbar, dass sich nach wie vor viele städtische Immobilien in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden. So sanierungsbedürftig, wie es der Finanzkraft und auch dem Anspruch der Stadt Walldorf an die eigenen Liegenschaften nicht genügt. Nachdem die CDU-Fraktion auch mit Verweis auf einzelne, im Stadtbild eher unschöne Objekte - wir haben Sie Altlasten genannt- regelmäßig daran erinnert, sind wir nun froh, mit diesem Portfolio nicht nur einen Überblick über unseren Immobilienbestand zu gewinnen, sondern daraus auch einen Fahrplan für kommende Instandsetzungsmaßnahmen ableiten zu können. Der Punktematrix stimmen  wir auch deshalb in dieser Form zu, weil die daraus resultierende Rangliste ein realistisches Bild der anstehenden Maßnahmen darstellt. Da der Eigenbetrieb nicht nur über 300 Wohneinheiten betreut und verwaltet, sondern auch die Aufgaben der Obdachlosen- und Anschlussunterbringung zumindest räumlich mit zu erfüllen hat, können wir die Dauer, die für die Erstellung des Portfolios notwendig war, nachvollziehen. So müssen die Anforderungen an zeitgemäßen Wohnraum, wie auch der Bedarf und die Wirtschaftlichkeit verschiedener Maßnahmen ständig neu bewertet werden. Auch vor dem Hintergrund sich verändernder gesetzlicher Vorgaben. Personell erscheint uns der Eigenbetrieb effizient und kompetent aufgestellt.
 
Kritisch sehen wir den zeitlichen Horizont der angedachten Maßnahmen, oder anders formuliert, die Grenzen des Machbaren. Viele Objekte erfordern große Anstrengungen und das größtenteils in bewohntem Zustand. Wenn man bedenkt, wie lange Planung und Umsetzung der erfolgreichen Maßnahme „Sambugaweg“ gedauert haben, so muss man gerade unter dem Druck der Warteliste für städtische Wohnungen davon ausgehen, dass ganzheitliche Maßnahmen in einigen Fällen nicht abgewartet werden können. In Immobilien- und Wohnwert erhaltender Absicht muss der Eigenbetrieb auch weiterhin bzw. sogar verstärkt initiativ bei kleineren Renovierungen und Verschönerungen werden. Exemplarisch hierfür ist das Objekt Bahnhofstraße 27 deutlich aufgewertet worden. Obwohl man zum Beispiel im akuten Fall der Objekte in der Heidelberger Straße/Ecke Ziegelstraße vor dem Hintergrund der anstehen Neuplanung von Maßnahmen absehen kann, wären in manchen Fällen Maler- oder Gipserarbeiten schon zweckmäßig. Da nützt es nur bedingt, chronologisch oder nach Dringlichkeit mit begrenzten Ressourcen eine Liste abzuarbeiten, egal wie aussagekräftig oder inhaltlich korrekt sie ist. Gerade dabei setzen wir auf die direkte Zuständigkeit des Eigenbetriebes und erkennen somit auch die Trennung der Kompetenzen von Bauamt bei größeren Maßnahmen und Eigenbetrieb bei geringfügigeren ausdrücklich an.
 
Die CDU-Fraktion bedankt sich bei Herrn Högerich und seinen Mitarbeitern für die detaillierte Zusammenstellung und erhofft sich auch mit Hilfe der darin enthaltenen Informationen lang- aber auch schon kurzfristig eine Qualitätssteigerung des Walldorfer Immobilienbestandes. Der Untersuchung der Gebäude in der Stiftstraße stimmen wir natürlich ebenfalls zu."