CDU Walldorf Neujahrscafe
Mit dem Zitat von Christoph Hein: „Wenn Gott gerecht ist, muss er unseren Untergang zulassen. Um die Welt zu retten, müssen die Jungen alles anders machen als die Alten“, begrüßte der Vorsitzende Lindner die zahlreich erschienen Gäste, Parteifreundinnen und Freunde im katholischen Pfarrsaal zum Neujahrscafe der CDU Walldorf.
Das aufgeführte Zitat bezog Lindner auf die global entstandenen und immer noch anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen u.a. in der Ukraine, Syrien, Israel und Palästina u.a. Mörderische IS-Terrorbanden zogen und ziehen immer noch durch Syrien, den Irak und morden auf barbarische und nie gekannte Weise Kinder, Frauen und Männer. Keiner hätte es für möglich gehalten, dass es am Rande von Europa je wieder zu Kriegshandlungen kommen würde und jetzt ist der Ukraine-Konflikt in vollem Gange.
Doch wer weiß, ob dann auf dieser Erde alles besser ist oder wird?
Lindner kritisierte, dass es 25 Jahre nach dem Mauerfall wieder möglich wurde, dass ein Bundesland von einem Ministerpräsidenten der ehemaligen SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ regiert wird. Er bedauerte, dass viel zu schnell vergessen wurde, dass noch vor nicht so langer Zeit diese Partei verantwortlich dafür war, dass ihre eigenen Mitmenschen grundlos eingesperrt, bespitzelt, ja sogar getötet wurden.
Aufgrund dieser Tatsache schloss Lindner nicht aus, dass es bei einer ähnlichen Konstellation nach der nächsten Bundestagswahl, einen politischen Schulterschluss zwischen SPD/Grüne/Linke auf Regierungseben geben könne. Die politischen Kräfte könnten sich somit sehr wohl zum Ungunsten der CDU verschieben.
Lindner ging auch auf die PEGIDA-Demonstrationen ein. Es sei keine Frage, dass man Kriegsflüchtlingen, politisch und religiös verfolgten Menschen helfen und sie in unserem Land aufnehmen müsse. Man dürfe rechtes Gedankengut nicht zum Anlass nehmen, um über bestimmte Menschen zu hetzen, insbesondere wenn diese Menschen aus Ländern kommen, in denen sie verfolgt und getötet werden, wie z.B. im Irak und Syrien. Richtig ist aber auch, dass Menschen zu uns kommen die den Status „Asyl“ nur begehren, weil es ihnen in ihren Heimatländern wirtschaftlich schlecht geht. Dies heißt aber im Umkehrschluss, dass alle anderen die in unser System zu Unrecht eingewandert sind, auch wieder abgeschoben werden müssen. Hier machte Lindner deutlich, dass unsere Politiker die Sorgen, Ängste und Bedenken der Bürger viel zu lange nicht ernst genommen haben. Nur dadurch war es möglich, dass sich auch besorgte Bürger (übrigens die meisten aus der Mittelschicht unserer Gesellschaft) diesen Demonstrationen angeschlossen haben, so Lindner. Ein baldiges Handeln der Politik und ein Diskurs mit den Bürgern könnten den Weg zu einer Beendigung der Demonstrationen ebnen. Nur mit einem Einwanderungsgesetz wie z.B. in der Schweiz, Kanada, Amerika oder Australien und entsprechende Aufklärung der Bürger, können helfen, Ängste abzubauen und dafür Sorge tragen, dass die Flüchtlingsströme künftig in geordnete Bahnen gelenkt werden.
Der Vorsitzende Lindner ging auch auf die schrecklichen Anschläge in Paris ein. Er meinte: „Auch wenn Satire mit ihren Karikaturen immer wieder nicht nur den Zorn von Islamisten hervorgerufen habe, gehöre dies in einer Demokratie zur Meinungs-und Pressefreiheit dazu, ob einem das gefällt oder nicht. Es bestehe zudem die Möglichkeit gegen religiöse oder rassistische Karikaturen rechtlich vorzugehen.“
Die Pressefreiheit sei ein wesentlicher Bestandteil unserer Demokratie und es bestehe tatsächlich die Sorge, dass zukünftig Publizisten vorsichtiger werden. Dann hätten diese Terror-Islamisten ihr Ziel erreicht.
Seit Jahren begeht der äußerste Rand der Islamisten auf der ganzen Welt Anschläge mit bisher unzähligen Toten. Lindner erinnere nur an die IS-Milizen in Syrien und Irak, Boko Haram im Norden Nigerias u.a. Islamismus ist politisch. Die meisten Islamisten leben in Diktaturen und von ihnen geht derzeit die meiste Gewalt auf der Welt aus. Radikalen Islamisten gehe es hierbei in allererster Linie um Machtbestrebungen und die Durchsetzung ihrer religiösen Überzeugungen. Dialoge mit Andersgläubigen lehnen Sie kategorisch ab. Auch durch die hochfundamentalistische Gruppierung der „Salafisten“ geht in Deutschland eine sehr große Gefahr aus. Hier werden insbesondere junge Menschen, die sich meist in einer Selbstfindungskrise (durch soziale Umstände, fehlende Perspektiven) befinden angesprochen und rekrutiert und für ihren neuen Glauben missbraucht, so Lindner. Für Lindner sei klar, dass der Islamismus nicht nach Deutschland gehöre.
Lindner führte weiter aus, dass man glücklich darüber sei, dass in Kürze 35 Kinder im ehemaligen ev. Kindergarten ein fast neues Domizil erhalten würden. Die CDU Walldorf hatte sich auch an der Typisierungsaktion für die an Leukämie erkrankte –Leyla Bag- mit einer Spende von 500.- Euro beteiligt, so Lindner weiter. Im Mai des Jahres habe man mit großem Erfolg das erste Maibowlenfest mit den Walldorfer Bürgern gefeierte und bei der Gemeinderatswahl einen Sitz dazu gewonnen und sei nunmehr wieder mit 8 Sitzen im Rathaus vertreten. Weiterhin erinnert Lindner daran, dass die neue Sporthalle in der sozialen Mitte in Betrieb genommen und der Fall Henry in ganz Deutschland diskutiert wurde.
Zur Landespolitik der „Grün-Roten Landesregierung sagte Lindner: „ Dass die Schulreformpolitik im Lande ein totales Chaos verursacht habe. Weiterhin äußerte der Vorsitzende, dass u.a. mit der Schließung der Kriminalaussenstellen, der inneren Sicherheit, einen Bärendienst erwiesen wurde. Ferner sei die dramatische Neuverschuldung in unserem Land, bei nie gekannten Steuereinnahmen, geradezu ein Schlag für unsere jüngere Generation, die diese Schulden einmal zurückzahlen müssten.
Auch sei es gut, dass die CDU die Personalfrage in Bezug auf den Ministerpräsidenten-Herausforderer mit der Person „Guido Wolf“ geregelt hat. Lindner bat die Mitglieder bereits jetzt darum, gemeinsam einen engagierten Wahlkampf 2016 zu führen.
Gerade in Bezug auf die Umsetzung der neunen Schulreformpolitik der Landesregierung hob der Vorsitzende hervor, dass wir in Walldorf das Glück haben, mit unserer Bürgermeisterin Frau Christiane Staab, eine ausgezeichnete Expertin dieser Materie an unserer Seite zu haben.
Bürgermeisterin Staab ging in Kürze nochmals auf die Schulreform der Landesregierung ein und bedauerte hierbei, dass man die Kommunen völlig alleine gelassen hätte. Auch das Überstülpen der Hochwasserschutzreform, von dem Walldorf ebenfalls betroffen sei, sowie über die neuen Bürgerbeteiligungsformen, die in Zukunft in den Kommunen umgesetzt werden sollen, seien die Bürgermeister/innen, im Vorfeld überhaupt nicht gehört oder informiert worden. Auch die Tatsache, dass die CDU-Opposition in BW keine oder falsche Akzente setzten würde, bedauerte Frau Staab sehr. Frau Staab brachte aber auch zum Ausdruck, dass im Gemeinderat gut zusammen gearbeitet würde und die Aufgaben, die in Zukunft auf Walldorf zu kommen, sicherlich gut im Sinne der Bürger gelöst würden.
Voller Stolz konnte der Vorsitzende Lindner die Damen Maria Hansen, Claudia Dehoust für 25-jährige, Eva Maria Arens, Irene Moock, Anna Gutberlet, die Herrenn Theo Molderings, Wilhelm Helmbrecht für 40-jährige und Hans-Eugen Müller, Karl-Heinz Kögel und Paul Bender für 45-jährige Mitgliedschaft ehren und Ihnen als Zeichen der Dankbarkeit ein Präsent mit Urkunde und Ehrennadel überreichen.
Am Ende seines Vortrages sagte Lindner, dass ein gutes Miteinander unerlässlich sei, um den Anforderungen und Herausforderungen in der Zukunft gerecht zu werden. Nur wenn wir zusammen halten, kommen wir gemeinsam vorwärts und können die uns gestellten Aufgaben bewältigen.
Zum Abschluss dankte der Vorsitzende allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hatten.
Musikalisch wurde der Nachmittag von Eric Haspel und Veronika Beurer hervorragend umrahmt. Beide jungen Künstler wurden bereits für das nächste Neujahrscafe engagiert.